Vereinsausflug 2012: Kablow-Ziegelei

Anstelle eines Berichts: ein kleines Stichwort-ABC zum Vereinsausflug 2012 in das Holzhaus am See in Kablow-Ziegelei.

A - wie Ankunft:
Gar nicht so leicht! Es gab die Auto-Fahrer, die es vergleichsweise einfach hatten; dafür mussten sie den ganzen Krempel mitbringen. Dann gab es die Feierabend-Radler, die mit der S-Bahn bis Königs-Wusterhausen kamen und nur die letzte Strecke mit dem Rad zurücklegten, immerhin 10 km, gar nicht schlecht. Justin machte daraus eine extended version: von KW zunächst ostseitig um die Zernsdorfer Lanke (an der unser Haus stand), dann, kurz vor dem Ziel, feststellend dass er auf dem falschen Weg war, zurück und dann nochmal westseitig um die Lanke zum Ziel.
Die Hardcore-Radler fuhren den ganzen Weg von Neukölln, Tempelhof bzw. XXL aus Pankow mit dem Rad. Ich hatte im Vorfeld lange überlegt, ob ich es wirklich wagen sollte, nach 20 km noch die letzten 6 km durch einen riesigen Wald zu fahren (eine Umfahrung des Waldes wären allerdings nochmal 20 km gewesen). Ich hatte einen guten Straßenplan und wagte es. Ich kam auch relativ glatt durch, aber man musste schon höllisch aufpassen, nicht am falschen kleinen Waldweg abzubiegen. Ich dachte auch schon an den Rückweg und merkte mir im Wald herumstehende Baumaschinen und Strommasten als Markierungspunkte.
Weniger Glück hatten Dennis und Björn. Beide verfransten sich im Wald und kamen später als geplant an. Vor allem Björn, der eigentlich "nur" 40 Kilometer eingeplant hatte, erkundete unfreiwillig 20 zusätzliche Kilometer Brandenburger Waldwegs.

B - wie Boote:
Unser Haus lag direkt am See mit kleinem Steg und Sitzecke auf dem Steg. Ein kleines Ruderboot stand uns zur Verfügung, das Holger und Stephan zum Entsetzen ihres Hundes gleich ausprobierten. Rasmus kriegte die Krise als sich beide über Wasser entfernten. Als sie zurückkamen um ihn im Boot aufzunehmen, war das Entsetzen noch größer. Keiner sollte Bootfahren! Letztlich ließ sich der tapfere Rasmus dann aber doch auf eine kleine Bootstour ein.
Überhaupt war auf dem See einiges los. Kein Wunder bei dem wunderschönen Augustwetter. Boote aller Art fuhren vorbei, was so manche Begehrlichkeit weckte (siehe XY).

C - wie Campingplatz:
Das Ruderboot wurde nach der ersten Tour wieder stehengelassen. Stattdessen begab man sich mehrmals täglich zum Schwimmen ins Wasser und schwamm auf den See hinaus oder am Ufer entlang zu einem nahegelegenen Campingplatz mit Sandstrand. Ich als Nichtschwimmer kenne diesen Platz aber nur vom Hörensagen und kann nichts weiter darüber berichten.

D - wie Danke:
und zwar an Helmut, der den Ausflug geplant hat und die wunderbare Holzhütte für uns gefunden hat. Leider blieb er selbst nur eine Nacht, weil ihn am nächsten Tag ein Schnellschachturnier nach Berlin zurücklockte. Schade! Aber es hat sich wohl gelohnt, denn er brachte immerhin eine Medaille heim.

E - wie Eichhörnchen:
Am Samstag nachmittag krachte es plötzlich im Gebälk der Bäume über uns. Es trappelte und raschelte gar sonderbar. Zwei Eichhörnchen wurden als Urheber des Getöses ausgemacht, die sich über die Äste jagten. War es ein Revierkampf oder der Auftakt einer kleinen Liebelei unter Nagern? Wir glaubten an Letzteres und konnten uns denken, während wir in der Nacht auf der Terrasse Karten spielten, welche Spielchen die beiden Hörnchen über uns trieben.

F - wie Frühstück:
Nach den zwei Ausflügen nach Lindow mit Vollpension mussten wir uns dieses Jahr wieder selbst versorgen. Und wie wir das taten! Holger und Stefan (und Helmut?) hatten beim Großeinkauf fürs Wochenende wirklich an alles gedacht. Unglaublich, was da an Essen (und Trinken, siehe dort) alles auf dem Tisch stand! Das ging schon mit einem reichhaltigen Frühstück los. Am Samstag war es noch ein ordentliches Frühstück, am Sonntag war es ein Brunch von halb elf (Frühausteher) bis zur Ankunft der letzten Schläferin um 15 Uhr (Normalaufsteher). Durch die Sonneneinstrahlung wechselte die Butter dabei mehrmals ihren Aggregatzustand. So erwarben wir nebenher noch einiges Chemie-Basiswissen, obwohl unsere Chemiker diesmal leider alle nicht dabei waren. Das Experiment mit den Gummibärchen in verschiedenen Flüssigkeiten wurde mehrmals anvisiert, letztlich aber auf nächstes Jahr verschoben.

G - wie Grillen:
Am Samstag abend wurde gegrillt. Als Grillmeister taten sich Dennis und Björn hervor. Wie schon das Frühstück war auch das Grillangebot schier unüberschaubar. Salate, Beilagen und Saucen bereicherten das Fleisch, Kartoffeln, Mais und Käse vom Grill. Weil nachmittags alle Schwimmen oder sonstwie unterwegs waren, zauberte Maître 'olger zum Abendessen auch noch das Mittagessen nach: Pasta mit Pfifferlingen. Das Gelage am Ende der Asterix-Geschichten ist ein Witz dagegen!

H - wie Holzhaus:
Unsere Unterkunft war ein zweistöckiges Holzhaus am See. Vor der Ankunft war ich nicht sicher, was ich erwarten sollte - ob es fließendes Wasser und Strom geben würde? Tatsächlich war das Haus mit (fast) allen Schikanen ausgerüstet (und auch gar nicht so weit ab von der Zivilisation wie wir ursprünglich dachten). Es gab Solarlampen, Mikrowellenherde und Fernseher (die aber natürlich nicht gebraucht wurden) und einen quietschvioletten Leder-Liegestuhl ohne Funktion.

Iiih - wie Insekten:
Am Waldrand am See fühlen sich nicht nur SeeQüe, Hunde und Eichhörnchen wohl, sondern auch und gerade Insekten aller Couleur. Von den Spinnen, die millionenfach den Steg bevölkerten sobald es dunkel wurde, will ich mal gar nicht reden. Aber vor allem gab es Heerscharen von Mücken. Zunächst konzentrierten die sich auf Stephan. Es kam zu einer Art Wettrüsten zwischen Stephan und den Mücken: nach dem gutgemeinten Aloevera-Spray kam es zum Einsatz mückenabweisender Zitronenarmbänder, schließlich griff man mit Autan zu chemischen Kampfstoffen. Viele der kleinen Plagegeister gaben schließlich klein bei und suchten sich andere Opfer, zum Beispiel mich. Aber gut, sowas gehört zu einem Sommerurlaub auch dazu.

J - wie Justin:
Justin war mein Spielpartner beim Kuhhandel, das wir beide zum ersten Mal mitspielten. Bei diesem Spiel geht es darum, viel Geld zu sammeln und mit diesem Geld möglichst viele Tiere für seinen Bauernhof an Land zu ziehen. Aber irgendwas ging bei uns schief. Am Ende hatten wir weder Geld noch Tiere. Trotzdem war es super-lustig und ich würde jederzeit wieder mit Justin kuhhandeln! ;-)
Gewonnen haben übrigens Lea und Holger, wobei sich vor allem Lea als äußerst raffinierte "Zockerbraut" (darf ich das sagen?) entpuppte (vgl. dazu auch P). Am Ende des Spiels kam es zum Showdown zwischen Holger und Lea auf der einen Seite und Björn auf der anderen. Lea durchschaute, wie der letzte Spielzug angesetzt werden musste, brauchte 5 Minuten um die Lösung zu finden und 10 Minuten bis auch Holger es verstanden hatte. Björn war chancenlos.

K - wie Kartenspiele:
Etwas überraschend spielte Schach an diesem Wochenende überhaupt keine Rolle (siehe V). Stattdessen hielt Dennis ein ganzes Arsenal an Reisekartenspielen bereit, das uns am Samstag äußerst viel Vergnügen bereitete. Da wurden Bohnen angebaut, Kakerlakensalate zubereitet, Helloween-Parties mit ungebetenen Gästen gefeiert, mit Vieh gehandelt (siehe J), gepokert, gestichelt und als tief in der Nacht nur noch 4 Spieler übrig waren, auch noch bis zum Morgengrauen Skat gedroschen.
Am Sonntag ging das noch weiter, wobei sich vor allem Martin G. als verständiger Skat- und vor allem Ramschlehrer erwies.

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